Putin: Doch kein Gold für Opfer der Flutkatastrophe

25. Mai 2001, 20:05
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Kremlchef dementiert Verkaufspläne

Putin dementiert Gold-Verkäufe für Opfer der Flutkatastrophe Staatschef fühlt sich "falsch verstanden" Eriwan - Der russische Präsident Wladimir Putin hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach Russland Gold-Verkäufe zur Finanzierung der Hilfen für die sibirischen Flutopfer plant. Putin sagte am Freitag in der armenischen Hauptstadt Eriwan, er sei falsch verstanden worden. Er habe lediglich positiv auf einen Vorschlag reagiert, ein "so genanntes Gold-Darlehen" der Regierung an Jakutien zur Flutopfer-Hilfe zu verwenden. Er habe nicht gesagt, Russland beabsichtige Gold zu verkaufen.

Die russische Nachrichtenagentur RIA hatte Putin am Vortag zitiert, er werde ein Dekret zum Verkauf von Diamanten und Gold unterzeichnen, "wenn mir ein klarer Plan präsentiert wird, mit dem Hilfe zu den Menschen gelangt, die jetzt auf der Straße stehen." Nach Berichten über mögliche Gold-Verkäufe Russlands hatte der Gold-Kurs an den europäischen Börsen nachgegeben.

Nur eine Möglichkeit

Putin bestätigte, es bestehe die Möglichkeit, dass der staatliche Diamantenproduzent Alrosa Diamanten und andere Edelsteine im Wert von etwa 300 Millionen Dollar (349 Mill. Euro/4,81 Mrd. S) verkaufen könne. Dies sei noch nicht beschlossen, sondern lediglich eine Möglichkeit, wenn keine anderen Wege gefunden würden, den Flutopfern zu helfen. Wegen des Hochwassers des des Flusses Lena waren in der vergangenen Woche die meisten der 30.000 Einwohner Lensks evakuiert worden. Die hohen Pegel waren durch riesige Eisbarrieren nach einem außergewöhnlich harten Winter verursacht worden. Alrosa verfügt über Einrichtungen in der betroffenen Region. (APA/Reuters)

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