Khatami spricht sich für Ende der anti-amerikanischen Rhetorik aus

25. Mai 2001, 19:49
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"USA kritisieren, aber in angemessener Weise"

Teheran - Der iranische Präsident Mohammed Khatami hat sich am Freitag dafür ausgesprochen, feindliche Rhetorik und Schlagworte gegen den politischen Erzfeind, die USA, einzustellen. "Wir können die USA kritisieren, aber es sollte in angemessener Weise geschehen", sagte Khatami im staatlichen Fernsehen. Er bezog such dabei auf Standardparolen wie "Tod den USA" und andere feindselige Sprüche.

Khatami erinnerte an sein im Jänner 1998 mit dem US-Nachrichtensender CNN geführtes Interview, in dem er die USA nicht nur kritisiert, sondern auch dazu aufgerufen habe, sich bei der iranischen Nation zu entschuldigen. Aber er habe dies in einem angemessenen Ton getan, so dass es trotz der Kritik eine positive Resonanz gegeben habe, sagte Khatami.

Der Iran und die USA brachen 1980 ihre Beziehungen ab, nachdem islamistische Studenten die Teheraner US-Botschaft 444 Tage besetzt hatten. (APA/dpa)

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