Bewag senkt im Herbst die Tarife

25. Mai 2001, 19:13
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Strom im Burgenland erneut billiger

Eisenstadt - Der burgenländische Energieversorger Bewag senkt vor der vollen Liberalisierung des Strommarktes im Herbst 2001 zum dritten Mal seine Tarife. Das Ausmaß der Reduktion hängt von den laufenden Einkaufsverhandlungen ab, sagte Bewag-Vorstandssprecher Anton Schubaschitz. "Die Preissenkung kommt sicher mit 1. Oktober, wird möglicherweise auch schon etwas früher stattfinden." Die Bewag hatte ihre Tarife bereits im Juli 1999 und Jänner 2000 gesenkt.

Ziel der Bewag sei, Bestbieter zu sein, erklärte Unternehmensvorstand Günther Ofner: "Das heißt nicht, dass es immer der günstigste Preis ist, aber Preis, Service und Strompannendienst können als Bestangebot bezeichnet werden." Im Rahmen der Strompreissenkung wollen die Burgenländer eine ökologische Beschaffungspolitik betreiben, von Atomstromproduzenten werde man nicht einkaufen.

Die relativ hohen Netztarife im Burgenland verteidigt die Bewag mit Hinweis auf die geographische Situation, die für Österreich untypische Kundenstruktur - zwei Drittel Haushalts- und Gewerbekunden, nur ein Drittel Großkunden - und das vergleichsweise neue Netz. "Wir haben sehr wenig Strom für sehr viel Leitung", sagt Ofner. Ohne innerösterreichische Ausgleichszahlungen seien einheitliche Netztarife nicht darstellbar. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 5. 2001)

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