ÖIAG-Schulden sinken unter 30 Milliarden

25. Mai 2001, 19:01
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Börsenportfolio hat seit Mai 2000 von sechs Milliarden an Wert zugelegt

Wien - Die ÖIAG hat seit dem Antritt des neuen Aufsichtsrates vor einem Jahr ihren Schuldenstand von 86,6 Mrd. S (6,3 Mrd. EURO) auf 37,9 Mrd. S reduziert - dank Privatisierungen, Dividendenerlösen und der Fusion mit der Postholding PTA und PTBG. Durch den Verkauf der Anteile an der Austria Tabak und weiterer Privatisierungsschritte werde der Schuldenstand bis Jahresende auf weniger als 30 Mrd. S fallen, sagten Aufsichtsratschef Alfred Heinzel und Vorstandssprecher Johannes Ditz. Mit der Restprivatisierung der Telekom-Austria-Anteile werde man bis zum Ende der Legislaturperiode wie geplant die Schulden komplett abbauen, obwohl die TA-Anteile heute nur 22 Mrd. S wert sind.

Das ÖIAG-Börsenportfolio habe seit Mai 2000 von 29 Mrd. S auf 35 Mrd. an Wert zugelegt. Die Dividendeneinnahmen im Vorjahr machten 6,6 Mrd. S aus, die Zinszahlungen nur drei Mrd. S. Das nachrangige Gesellschafterdarlehen der Republik von 5,6 Mrd. Schilling wurde bis auf drei Mrd. S rückgezahlt.

Heinzel bekannte sich ebenso wie der neue ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis uneingeschränkt zu einer wertorientierten Beteiligungs- und Privatisierungspolitik, die die Vermehrung des Kapitals als einziges Ziel verfolge. An Anteilsverkäufe über das Regierungsprogramm hinaus wie etwa an Böhler-Uddelholm oder VA Stahl sei nicht gedacht, weil die Kurse an den Börsen noch deutlich unterbewertet seien. (ef, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 5. 2001)

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