Sharon bekräftigt israelischen Willen zur Waffenruhe

25. Mai 2001, 17:10
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Trotz neuer Selbstmordanschläge

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat trotz weiteren mutmaßlichen palästinensischen Selbstmordanschlägen sein Angebot für eine Waffenruhe bekräftigt. Sharon sagte am Freitag in Jerusalem, er wiederhole seinen Aufruf zu einer Waffenruhe und hoffe, dass die Palästinenser-Regierung letztlich ebenfalls Anweisungen zu einer Waffenruhe geben werden. Zuvor waren bei Selbstmordanschlägen in Israel und im Gaza-Streifen am Freitag nach Polizeiangaben mindestens drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden.

Am Dienstag hatte Sharon die Palästinenser zu einer Waffenruhe aufgefordert, um der Gewalt in den Palästinensergebieten ein Ende zu bereiten. Die Palästinenser hatten dies als Propagandatrick bezeichnet. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und den Palästinensern hielten ungeachtet der Bemühungen um eine Feuerpause an. Bei den seit September anhaltenden Unruhen sind mehr als 540 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Palästinenser. (APA/Reuters)

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