Sony Entertainment kooperiert bei Online-Diensten

25. Mai 2001, 15:22
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Playstation 2 soll ins Internet gebracht und zum Bürorechner werden

Der Elektronikkonzern Sony will in Deutschland mit mehreren Online-Diensten kooperieren, um den Spielcomputer "Playstation 2" zu vernetzen. Das sagte der Chef der Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH, Manfred Gerdes, am Freitag in Neu-Isenburg. Sony hatte vor einer Woche auf der Computerspielemesse E3 in Los Angeles eine strategische Allianz mit dem weltgrößten Online-Dienst AOL angekündigt. "Wir werden in Deutschland auch mit T-Online und anderen sprechen", sagte Gerdes.

90,7 Prozent Marktanteil für Sony

Sony beherrscht derzeit eindeutig den Markt der Spielekonsolen. Von der ersten Version der Playstation, die jetzt unter dem Namen "PS One" angeboten wird, hat der Konzern 82 Mill. Stück abgesetzt. Von der "Playstation 2" wurden bisher 10,6 Mill. Exemplare verkauft. Im ersten Quartal 2001 steigerte Sony seinen Marktanteil bei den Spielekonsolen in Deutschland nach Daten des Marktforschungsinstituts GfK auf 83,8 Prozent (Stück) bzw. 90,7 Prozent (Wert).

Belebung des Wettbewerbs erwartet

Marktbeobachter erwarten eine Belebung des Wettbewerbs, wenn der Softwaregigant Microsoft seine mit Spannung erwartete Konsole "XBox" auf den Markt bringt. Während die "XBox" in den USA am 8. November 2001 in die Läden kommen soll, wird in Europa die neue Konsole erst im Februar 2002 erhältlich sein.

Online-Dienste werden rekrutiert

Im Vorfeld des "XBox"-Starts versucht Sony, durch eine Reihe von globalen strategischen Netzwerk-Allianzen seine Marktposition zu festigen. Neben AOL gehören Cisco Systems, RealNetworks, Macromedia und Telewest zu den Sony-Partnern. Außerdem erhofft sich der japanische Unterhaltungselektronikkonzern, durch ein reichhaltiges Software-Angebot den Vorsprung auf dem Konsolenmarkt zu verteidigen. Sony kooperiert hier mit den Firmen Disney Interactive, CapCom, Codemasters, Eidos, Infogrames, Konami, Namco und Square.

PlayStation soll Bürorechner werden

Durch zusätzliche Hardware soll sich der Spielecomputer auch zu einem Bürorechner ausbauen lassen. Dabei setzt Sony auf das freie Betriebbsystem Linux. "Wer zu 80 Prozent an seinem Computer spielt und hin und wieder aber auch einen Brief schreiben möchte, für den ist das eine ideale Lösung", sagte Gerdes. (APA/dpa)

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