GAK übernimmt das Kommando in Graz

28. Mai 2001, 10:19
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Die Rotjacken aus Graz überwinden ihren Sturm-Komplex und spielen demnächst europäisch

Graz/Salzburg - In der Champions League sorgten die Schwarz- Weißen von Sturm für Furore, doch in der heimischen Fußball- Bundesliga sind die Roten die neue Nummer eins in Graz. Mit einem starken Finish (vier Siege in Folge) verdrängte der GAK noch den SK Sturm von Rang drei und sicherte sich so einen Platz in der UEFA-Cup- Qualifikation. "Ich freue mich für die Mannschaft, die jahrelang einen Sturm-Komplex gehabt hat", meinte ein sichtlich gerührter GAK- Trainer Werner Gregoritsch nach dem 2:1-Sieg über Salzburg, dem ersten in Lehen seit Mai 1984, also vor 17 Jahren, den er beim damaligen 3:0 noch als eingewechselter Spieler miterlebt hatte.

Freude und Schadenfreude herrschten im Lager des GAK, hinter Meister Tirol die zweitbeste Frühjahrs-Elf. Der GAK schien schon zu weit abgeschlagen, Sturm hatte vor der Schlussrunde die besseren Karten. "Ich habe nicht mehr daran geglaubt, denn ich habe fix mit einem Sieg von Sturm gegen Rapid gerechnet", gestand Martin Amerhauser. Igor Pamic meinte: "Sturm war sich zu sicher. Wir haben nur auf uns geschaut und das Unmögliche möglich gemacht."

500.000 Schilling hatte der GAK für die Mannschaftskasse von Rapid ausgelobt, falls die Wiener Schützenhilfe leisten. Nach dem 1:1 von Rapid bei Sturm ist Zahltag. Eine Genugtuung für die Athletiker, die jahrelang im Schatten des erfolgreichen Stadtrivalen standen. "Ich habe mein Ziel erreicht. Vor drei Jahren bin ich als Präsident angetreten, mit dem Ziel, einmal vor Sturm zu sein und einen Titel zu gewinnen. Wir haben im Vorjahr den Memphis-Cup und Supercup gewonnen, heuer haben wir den UEFA-Cup-Platz erreicht", erklärte stolz Peter Svetits, der das Präsidenten-Amt an Rudi Roth abgibt und in Zukunft als Sportdirektor die Geschicke des Vereins mitbestimmt.(APA)

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    Freudenrausch in Rot

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