Uni-Reform: SPÖ "respektiert" Dienstrecht- Kompromiss

25. Mai 2001, 13:30
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Zustimmung im Parlament an Bereitschaft der ÖVP geknüpft

Wien - Die SPÖ "respektiert" den Mittwoch Abend zwischen Regierung und Hochschullehrer-Gewerkschaft ausgehandelten Kompromiss über ein neues Uni-Dienstrecht, Zustimmung dazu gebe es aber noch keine, erklärte am Freitag SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser in einer Aussendung. Die SPÖ werde sich das Ergebnis nun im Detail anschauen. "Eine Zustimmung in Ausschuss und Plenum werde auch von der Verhandlungsbereitschaft der ÖVP abhängen", betonte Niederwieser.

Insgesamt hält Niederwieser das Ergebnis für "nicht besonders intelligent und zukunftsweisend". Denn den Grundsätzen, dass Leistung und Qualität zähle, dass dies für alle gelten müsse und dass es darum gehe, moderne Methoden der Personalentwicklung an den Universitäten einzuführen, werde die nunmehr erzielte Einigung nicht gerecht. Konkret kritisiert Niederwieser, dass die Qualitätsprüfung mit Konsequenzen nach Erreichen des Professorenstatus entfalle. Es sei auch unüblich, dass man sich automatisch ohne Weiterbestellungsmöglichkeit von jemanden trenne, egal ob er gut oder schlecht sei. (APA)

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