Mit der Sprache spielen

28. März 2002, 16:20
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Als Führungskraft werden Sie rhetorisch stets gefordert

Als Führungskraft brauchen Sie vor allem Überzeugungskraft. "Pro- und Contra-Übungen" in der freien Rede eignen sich besonders gut, ihre Überzeugungsfähigkeit zu trainieren.
Je besser Sie sich in verschiedene Bereiche und Themen hineindenken und diese vertreten können, desto besser können Sie auch in ungewohnten Situationen brillieren.

In die "Wiege gelegt"

Wie bei jeder Fähigkeit, ist auch die Rednergabe nicht jedem in die Wiege gelegt. Aber wie jede andere Begabung, kann man auch diese lernen und trainieren. Man wird vielleicht nie rhetorisch brillant, doch man kann zumindest einen höheren Standard erreichen, als vielleicht jemand, der begabt ist und gar nichts für seine sprachlichen Fähigkeiten tut.

Die freie Rede

Durch das Training Ihrer rhetorischen Fähigkeiten, heben Sie gleichzeitig auch Ihre geistige Wendigkeit und Ihre Schlagfertigkeit. Bei dieser Übung geht es vor allem um Ihre Überzeugungskraft. Nehmen Sie sich den Spruch zu Herzen: "Niemand braucht eine Waschmaschine, aber jeder braucht saubere Wäsche."

  • Üben Sie regelmäßig einen freien Vortrag zu halten. Das Thema ist gleichgültig, Hauptsache ist, dass er gut strukturiert ist!
  • Eine andere Übung, ist die Darstellung Ihres Bereichs.
  • Üben Sie spontan und ohne Manuskript!
  • Sprechen Sie laut und deutlich!

Tipp:
Vorträge können Sie sehr gut im Auto üben. Niemand hört Sie, und Sie können die Wartezeit vor roten Ampeln optimal nutzen.

Analytisch Zuhören

Gerade wenn es um "Meinungsthemen" geht, dann sollten Sie besonders gut zuhören. Vertreten Sie einmal den einen, später den anderen Standpunkt. Halten Sie beispielsweise einen flammenden Vortrag für Fernseher in Kinderzimmern und danach eine vernichtende Kritik. Das gibt Ihnen die Gelegenheit, geistig flexibel zu sein und nicht in der geistigen "Einspurigkeit" zu verhaften.

Aktives analytisches Zuhören zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  • Sich durch Reizworte nicht vom Gedankengang abbringen lassen
  • Nüchtern die Stichhaltigkeit der Argumente prüfen, sich nicht gefühlsmäßig mitreißen lassen.
  • In den Argumenten nach Voraussetzungen und Scheinbegründungen suchen.

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(red/Quelle: Hedwig Kellner: Reden Zeigen Überzeugen. Von der Kunst der gelungenen Präsentation. Carl Hanser Verlag, München/Wien, 2000)

Denk- und Redefähigkeit sind eng miteinander verknüpft. Wer sich nicht gut ausdrücken kann, wird schnell unterschätzt und verliert auch leicht die Balance.

Hedwig Kellner: Reden Zeigen Überzeugen. Von der Kunst der gelungenen Präsentation.
Carl Hanser Verlag, München/Wien, 2000; 218 Schilling

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