Russland will zentralasiatische Staaten gegen Taliban vereinen

25. Mai 2001, 13:04
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Geplante Eingreiftruppe gegen Terrorismus und politischen Extremismus

Eriwan - Russland drängt seine zentralasiatischen Verbündeten zum Aufbau einer gemeinsamen Eingreiftruppe gegen Übergriffe des radikal-islamischen Taliban-Regimes im benachbarten Afghanistan. Eine entsprechende Truppe sei unerlässlich für die Staaten im Süden der ehemaligen Sowjetunion, sagte der russische Außenminister Igor Iwanow am Freitag auf einer Sitzung des GUS- Verteidigungsbündnisses in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Daran nahm auch Russlands Präsident Wladimir Putin teil.

Die seit Jahren geplante Eingreiftruppe soll aus bis zu 3.000 Soldaten bestehen. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Präsidenten Armeniens, Weißrusslands, Kasachstans, Kirgisiens, Tadschikistans und Russlands vor einer zunehmenden Bedrohung durch Terrorismus und politischen Extremismus. Die zentralasiatischen Staaten fürchten ein Eindringen islamischer Kämpfer, die von den Taliban unterstützt werden. Zudem führen die Schmuggelrouten afghanischer Drogen durch die zentralasiatischen Republiken in Richtung Westen. (APA/dpa)

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