Heinz Fischer vom Staatspräsident in Beirut empfangen

25. Mai 2001, 18:21
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Nahost-Konflikte mit Lahoud erörtert - Auch Gespräche mit Premier Hariri

Beirut/Wien - Nationalratspräsident Heinz Fischer (SPÖ) ist am Freitag im Rahmen eines Libanon-Besuches vom libanesischen Staatspräsidenten Emile Lahoud zu einer Unterredung empfangen worden. Hauptthemen des Gesprächs waren nach einer Mitteilung des Büros Fischers die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, die Situation im Südlibanon und die libanesisch-syrischen Beziehungen. Zum ägyptisch-jordanischen Friedensplan äußerte sich der libanesische Staatspräsident vorsichtig optimistisch, betonte aber das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge. Diese palästinensische Forderung wird von israelischer Seite abgelehnt.

Auch die Frage eines Gefangenenaustauschs zwischen in israelischem Gewahrsam befindlichen Libanesen und von Hisbollah-Milizen entführten Soldaten sei bei dem Treffen zwischen Lahoud und Fischer wurde angesprochen worden, hieß es im Büro des Nationalratspräsidenten. Die bilateralen Beziehungen zwischen dem Libanon und Österreich wurden insbesondere seit der Wiedereröffnung der österreichischen Botschaft in Beirut übereinstimmend als ausgezeichnet beurteilt.

Am morgigen Samstag wird der Nationalratspräsident der Unterzeichnung eines Investitionsschutzabkommens zwischen dem Libanon und Österreich durch den libanesischen Finanzminister beiwohnen. Anschließend trifft Fischer mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri zusammen. Auch weitere Gespräche mit dem libanesischen Außenminister und dem Parlamentspräsidenten stehen auf seinem Programm.(APA)

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