Sudanesische Regierung erklärt Waffenstillstand im Bürgerkrieg

25. Mai 2001, 11:37
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Internationaler Druck auf Rebellen Waffen niederzulegen

Kairo/Khartum - Die sudanesische Regierung hat einen einseitigen Waffenstillstand im Bürgerkrieg im Süden des Landes erklärt. Informationsminister Ghazi Salaheddin kündigte in Khartum ein "Ende der Luftangriffe im Süden und in den Nuba-Bergen" an. Nach Berichten der überregionalen arabischen Zeitung "Al Hayat" soll die Waffenruhe am Freitag in Kraft treten. Die internationale Gemeinschaft solle unterdessen Druck auf die Südsudanesische Rebellenarmee SPLA und ihren Führer John Garang ausüben, ebenfalls die Waffen niederzulegen.

Die Zentralregierung betonte, dass Operationen zur Selbstverteidigung vom Waffenstillstand natürlich ausgeschlossen seien. Der sudanesische Staatschef Omar el Baschir hatte nach seiner Wiederwahl Anfang dieses Jahres versprochen, den Bürgerkrieg der islamischen Regierung in Khartum gegen die christlich-animistische Bevölkerung im Süden mit Verhandlungen und Dialog zu beenden.

Der 1983 ausgebrochene Bürgerkrieg hat nach amerikanischen Schätzungen bereits mehr als 1,9 Millionen Menschen das Leben gekostet. Die Kämpfe verhindern immer wieder Hilfslieferungen für die von Dürre bedrohte Bevölkerung im Süden. (APA/dpa)

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