Stadler hat bereits in drei Jahren Anspruch auf 81.000 S Pension

26. Mai 2001, 09:49
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Neo-Volksanwalt - "Regelung ist dumm und verhunzt"

Wien - Der niederösterreichische Landesrat Ewald Stadler, der vergangene Woche von der FPÖ zum Volksanwalt bestellt wurde, hat schon in dreieinhalb Jahren Anspruch auf eine Pension in Höhe von 81.000 Schilling. Diese wird ihm ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Als Landtagsabgeordneter in Vorarlberg und Nationalratsabgeordneter im Parlament erwarb Stadler, der sich bei der Novellierung der Politikergagen für den Verbleib im alten Bezügesystem entschied, sechseinhalb der zehn für eine Politikerpension notwendigen Dienstjahre.

Das bedeutet, dass er nach dreijähriger Tätigkeit als Volksanwalt in den Genuss einer Politikerrente in Höhe von 50 Prozent seines gültigen Letztbezuges (derzeit 162.000 S) kommt. "Die Regelung ist dumm und verhunzt. Sie wird einer der ersten Fälle sein, die ich an Kollegen Peter Kostelka (S) herantrage. Das fällt in der Volksanwaltschaft nämlich in seinen Geschäftsbereich", erklärte Stadler gegenüber "Format".

Weiters präzisierte der neue Volksanwalt seine Pläne in Bezug auf die Kontrolle von Medien: "Man muss eine Möglichkeit finden, Leuten zu helfen, die von der Presse fertiggemacht werden." Er denke dabei etwa an die "kleinen Polizisten in der Spitzelaffäre". (APA)

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