"Der Exorzist" wird vor Gericht landen

25. Mai 2001, 01:41
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Friedkin und sein Autor verklagen Warner

Los Angeles - Die Neuauflage des Horrorfilm-Klassikers "Der Exorzist" hat ein juristisches Nachspiel. Regisseur William Friedkin und Drehbuchautor William Blatty haben das Hollywood-Studio Warner Bros. auf eine höhere Beteiligung an den Einnahmen verklagt. Warner habe über die Firmen Turner Television Network (TNT) und Turner Broadcasting System (TBS), die ebenfalls zu AOL Time Warner gehören, Vereinbarungen geschlossen, die nicht angemessene Lizenzerlöse zu Folge gehabt hätten, heißt es in der in Los Angeles erhobenen Klage.

Laut "Daily Variety" hat die Neu-Auflage mit digital verbessertem Klang, elf Minuten zusätzlichem Film und einem neuen Ende allein in den Kinos über 110 Millionen Dollar erlöst. Laut Klage stehen ihm zehn Prozent des Netto-Ertrags zu. Blatty, der die Bestseller-Buchvorlage und auch das Drehbuch geschrieben hat, hat nach Darstellung der Klage Anspruch auf 39 Prozent.

Die Klage behauptet, der Sender CBS, der zu Viacom Inc. gehört, habe für den neuen Film eine Lizenzgebühr von 1,5 Millionen Dollar bezahlt, was nur einem Viertel des marktüblichen Betrags entspreche. Ferner habe Warner Lizenzgebühren für den "Exorzisten" mit anderen Filmen verrechnet und damit die Anteile des Kläger-Duos gesenkt. Eine Warner-Sprecherin sagte auf Anfrage, ihr Unternehmen habe die Klage noch nicht gesehen. Es sei gegen die Politik des Hauses, Vorgänge dieser Art zu kommentieren, "besonders solche, die grotesk sind". (APA/Reuters)

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