23 Millionen US-Haushalte leiden unter Staubmilben

26. Mai 2001, 20:06
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Kakerlaken verbreiten ebenfalls reichlich Allergene

Washington - Große Mengen von Allergenen der Staubmilbe sind in 23 Prozent der amerikanischen Betten vorhanden. Bei mehr als sechs Prozent wurden Kakerlaken-Allergene nachgewiesen. Zu diesem Ergebnis ist die First National Survey of Lead and Allergies in Housing gekommen. Diese nationale Studie wurde von Juli 1998 bis August 1999 durch das US Department of Housing and Urban Development und das National Institute of Environmental Health Sciences durchgeführt.

Proben wurden amerikaweit in 831 Haushalten an 75 verschiedenen Standorten entnommen. Neben Staubproben sammelte das Team um Darryl C. Zeldin Daten zu Umwelt, Demografie und Gesundheit der Haushalte und ihrer 2.456 Bewohner. Basierend auf diesen Daten wird geschätzt, dass Allergene der Hausstaubmilbe in 23,2 Mio Haushalten vorkommen. Zu den Faktoren, die mit einem erhöhten Allergenrisiko verbunden sind, gehören Einfamilienhäuser, Haushalte mit niedrigem Einkommen, hohe Luftfeuchte und modriger Geruch im Schlafzimmer, vor 1978 erbaute Gebäude sowie nichthispanische Bewohner.

Die in mehr als sechs Mio. Haushalten vermuteten Kakerlaken-Allergene seien vor allem in Haushalten mit niedrigem Einkommen, modrigem Geruch, nichtweißen Bewohnern und bei Lagerung von verdorbenen Lebensmitteln zu finden. Zeldin erklärte gestern, Dienstag, auf der 97th International Conference of the American Thoracic Society, dass diese Studie wichtige Faktoren identifiziere, die mit dem steigenden Kontakt mit Hausallergenen eng verbunden seien. "Diese Informationen können Wissenschaftlern helfen, besonders gefährdete Personen und Haushalte zu bestimmen und werden so eine gezieltere Prävention und Intervention ermöglichen."(pte)

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    Dermaphagoides pternonyssinus, die Hausstaubmilbe

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