Milosevic schlägt Angebot von Menschenrechts-
komitee aus

24. Mai 2001, 18:49
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"Sollen sich über jemand anderen lustig machen"

Belgrad - Der inhaftierte ehemalige jugoslawische Staatschef Slobodan Milosevic hat das Angebot einer Menschenrechtsrechtsgruppe zurückgewiesen, Ermittlungen über seine Haftbedingungen anzustellen. "Die sollen versuchen, sich über jemand anderen lustig zu machen", wurde Milosevic am Donnerstag von seinem Anwalt zitiert.

Ein Sprecher des in Belgrad ansässigen Helsinki Komitee für Menschenrechte erklärte, seine Organisation habe nur den Berichten von Milosevic und seiner Familie nachgehen wollen, wonach sich der Gesundheitszustand des früheren Staatschefs sich in dem Belgrader Zentralgefängnis stetig verschlechtere. Die Organisation hatte Milosevic in seiner Regierungszeit schwere Menschenrechtsverstöße vorgeworfen.

Milosevic sitzt seit Anfang April wegen Korruption und Amtsmissbrauchs in Belgrad in Untersuchungshaft. Das Haager Tribunal hat im Mai 1999 wegen Gräueltaten an der albanischen Bevölkerung im Kosovo Anklage gegen ihn erhoben. (APA)

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