Des Forschers Pech

25. Mai 2001, 21:52
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Harmlose Kriminalitätsforscher in Johannesburg von misstrauischer Bevölkerung davongejagt - Studie gescheitert

Johannesburg - Die Angst vor Überfällen hat in Südafrikas Millionenmetropole Johannesburg eine Studie zum Einfluss der hohen Kriminalitätsrate auf den Stadtteil Midrand scheitern lassen. Noch bevor Fragen gestellt werden konnten, stand jedoch immerhin ein Ergebnis fest. Voller Misstrauen wurden die Interviewer zum Teil mit Schlägen und von kläffenden Wachhunden an den meisten Haustüren in die Flucht geschlagen, berichtete die Johannesburger Tageszeitung "The Citizen" am Donnerstag.

Nur 19 von 130 Fragebögen konnten ausgefüllt werden. "Die Kriminalität hat eine misstrauische Bevölkerung geschaffen, die abgeschottet hinter hohen Sicherheitszäunen lebt", zitiert das Blatt einen Sprecher der Forschungsgruppe. Südafrika, das seit vergangenem Jahr keine Verbrechens-Statistiken mehr veröffentlicht, hatte zuvor jahrelang weltweit einen Spitzenplatz in der Kriminalitäts-Statistik inne. (APA/dpa)

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