Über 70 Prozent der Korallenriffe Indonesiens schwer beschädigt

24. Mai 2001, 13:20
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Bis 2030 werden rund 60 Prozent aller Riffe zerstört sein

Bangkok/Jakarta - Rücksichtslose Fischfang-Methoden und die Erderwärmung haben nach Expertenansicht bereits über 70 Prozent der Korallenriffe Indonesiens schwer beschädigt. Nur sechs Prozent der Korallenbestände rund um die Inselnation seien noch in tadellosem Zustand, berichtete das US-Forschungsinstitut Worldwatch in der Mai/Juni-Ausgabe seiner Publikation "World Watch" vom Donnerstag.

Die verheerendsten Zerstörungen richte unter anderem die Fischerei mit selbst gebauten Bomben an. Die Korallenriffe würden sich von solchen Explosionen in der Regel nicht erholen. Das US-Institut rief die Behörden dazu auf, Patrouillen wie im indonesischen Kamodo National Park auch andernorts einzuführen. Dadurch sei dort der Fischfang mit Sprengstoff seit 1996 um 80 Prozent zurückgegangen.

Überdies setze die Erderwärmung den Beständen zu. Sollte sie nicht eingedämmt werden, werden nach Ansicht von Wissenschaftern bis zum Jahr 2030 etwa 60 Prozent aller Riffe verloren sein, hieß es weiter. (APA/dpa)

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