Südserbien:Sicherheits-
kräfte rücken in Pufferzone ein

24. Mai 2001, 17:02
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Rund 20 Panzerabwehrminen entdeckt - Albanischer Rebellenführer ermordet

Belgrad (APA) - Das Einrücken jugoslawischer Sicherheitskräfte in den Nord- und Südteil der südserbischen Pufferzone zum Kosovo ist in den ersten Morgenstunden des Donnerstags problemlos verlaufen. Die Sicherheitskräfte bewegen sich Medienberichten zufolge in fünf Richtungen. Die Sicherheitskräften kontrollierten vorerst der Verkehrsweg zwischen Presevo und dem Dorf Cerevajka an der administrativen Grenze zum Kosovo unter Kontrolle genommen worden.

Nach Angaben des Regierungspressezentrums in Bujanovac wurden bisher rund 20 Panzerminen entschärft. Das Einrücken der Sicherheitskräfte, das bis 14.00 Uhr abgeschlossen werden soll, gestaltet sich im bergigen Nordteil der Pufferzone am schwierigsten, meldete das Pressezentrum.

In der rund 80 Kilometer langen und fünf Kilometer breiten Region sollen am Donnerstag zwischen 4.000 bis 5.000 jugoslawische Militärs Stellung beziehen. In den Zentralteil der Zone soll das Militär allerdings erst am Monatsende einrücken.

Wie die internationalen KFOR-Friedenstruppen im Kosovo bekannt gaben, stellten sich heute weitere 13 Angehörige der albanischen "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" den KFOR-Soldaten. Jugoslawische Behörden versprachen eine Amnestie für alle Extremisten, die bis heute ihre Waffen niederlegen.

Albanischer Rebellenführer ermordet

Ein Anführer der Albaner-Rebellen in Südserbien, Rizvan Qazimi alias "Kommandant Leshi", ist am Donnerstag ermordet worden. Wie der Belgrader Sender "B-92" weiter meldete, ereignete sich der Mord an Quazimi im zentralen Teil der fünf Kilometer breite Pufferzone an der Grenze zum Kosovo. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Qazimi war Mitglied der albanischen Verhandlungsdelegation in dem Konflikt mit Serbien.

Die jugoslawische Sicherheitskräfte waren zuvor in den Nord- und Südteil der 80 Kilometer langen Pufferzone an der administrativen Grenze Südserbiens zum Kosovo eingerückt. (APA)

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