Stockholmer Kunstraub: Zehn Anklagen

23. Mai 2001, 23:36
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Prozessbeginn Montag

Stockholm - In Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstraub im Stockholmer Nationalmuseum von Ende Dezember 2000 sind am Mittwoch zehn Männer angeklagt worden. Der Prozess beginnt am kommenden Montag.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wird nur einem der Angeklagten eine direkte Beteiligung an dem Kunstraub vorgeworfen. Die anderen werden der Mittäterschaft bezichtigt. Unter den Angeklagten ist auch ein Anwalt. Er soll den schwedischen Behörden eine Lösegeldforderung der Räuber in Millionenhöhe übermittelt haben. Alle zehn haben ihre Unschuld beteuert.

Die meisten der Verdächtigen waren im Jänner festgenommen worden. Zu ihrer Beute gehören Auguste Renoirs "Konversation" und die "Junge Pariserin" sowie ein Selbstporträt Rembrandts. Das Gemälde "Konversation" wurde im April bei einer Drogenrazzia gefunden, die zwei anderen Werke werden noch vermisst. Nach offiziell unbestätigten Angaben glaubt die Polizei, dass der Raub von Berufskriminellen von einer Haftanstalt aus geplant worden war. (APA/AP)

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