Baskische Polizei vereitelt Bombenanschlag bei Bilbao

23. Mai 2001, 21:14
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Sprengsatz von Auto eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiters entfernt

Madrid - Die baskische Polizei hat am Mittwoch nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Sprengstoffanschlag vereitelt. Die Polizei teilte in Baracaldo nahe Bilbao mit, der Sprengsatz sei von einer Spezialeinheit von einem Privatauto entfernt und in einer Mülltonne zur Explosion gebracht worden. Der Fahrer des Wagens hatte zuvor die Polizei über die Bombe informiert.

Nach Berichten spanischer Medien handelte es sich bei dem Mann um den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes einer Universität. Die Polizei bestätigte dies nicht. Über die Hintergründe wurde nichts bekannt. Der Anschlagsversuch trägt die Handschrift der baskischen Separatistenorganisation ETA, die häufig Autobomben für Attentate verwendet und deren bevorzugte Ziele Politiker und Sicherheitskräfte sind.

Die ETA kämpft seit mehr als 30 Jahren für einen unabhängigen Baskenstaat im Nordosten Spaniens und im Südwesten Frankreichs. Seit Beginn ihres Kampfes soll sie den Tod von mehr als 800 Menschen verursacht haben. Im Dezember 1999 hatte die ETA eine Waffenruhe aufgekündigt. Seitdem soll sie 30 Menschen getötet haben. (APA/Reuters)

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