Palästinenser töten Israeli im Westjordanland

23. Mai 2001, 18:26
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Mindestens 20 Verletzte bei Angriff im Gazastreifen

Jerusalem - Palästinensische Heckenschützen haben am Mittwoch einem israelischen Rundfunkbericht zufolge einen Israeli im Westjordanland erschossen. Ein weiterer Israeli sei verletzt worden, teilte der Rundfunk mit. Die israelische Polizei teilte mit, die Palästinenser hätten auf ein Auto nahe der Siedlung Ariel geschossen, in dem ein Bauunternehmer und sein Leibwächter gesessen hätten. Der Wachmann sei getötet, der Bauunternehmer verletzt worden.

Beim Beschuss des Flüchtlingslagers Jebna im Gazastreifen wurden Ärzten zufolge insgesamt 20 Palästinenser verletzt, darunter auch ein 18-monatiges Kind. Israel gab an, mit dem Beschuss auf Panzerabwehrgranaten reagiert zu haben. Die Armee drang am Mittwoch nach palästinensischen Angaben insgesamt fünf Mal mit Panzern auf palästinensisches Gebiet vor.

Israel hatte am Dienstagabend eine "einseitige Waffenruhe" verkündet. Israels Ministerpräsident Ariel Sharon hatte die Palästinenser zur Zusammenarbeit aufgefordert, um einen Gewaltverzicht zu erreichen. Der Armee wurde befohlen, nur noch zur Abwehr von Terrorakten und zum Selbstschutz zu schießen. Bei dem seit September andauernden Aufstand der Palästinenser gegen die Besatzer sind bisher mehr als 540 Menschen getötet worden, zumeist Palästinenser. (APA/Reuters)

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