Atom U-Boot "Kursk" soll binnen fünf Tagen gehoben werdwen

23. Mai 2001, 16:02
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Niederländische Firma soll Unternehmen im September durchführen

Moskau - Die russische Regierung will das gesunkene Atom-U-Boot "Kursk" im September vom Meeresgrund holen lassen. Geplant sei die Bergung des im August 2000 havarierten Boots innerhalb von fünf Tagen ab dem 15. September, sagte Vize-Regierungschef Ilja Klebanow am Mittwoch vor dem russischen Parlament. Die Vorbereitungen sollten schon Wochen vorher beginnen. In der vergangenen Woche unterzeichnete die Regierung einen entsprechenden Vertrag mit der niederländischen Firma Mammoet. In dem 20.000 Tonnen schweren Wrack der "Kursk" befinden sich wahrscheinlich noch immer die Leichen von 106 Seeleuten.

Der Vertrag mit der niederländischen Firma kam zu Stande, nachdem Verhandlungen mit einem Konsortium unter Führung eines norwegischen Unternehmens geplatzt waren. Nach Angaben des russischen Fernsehsenders ORT hatte sich Russland geweigert, einen Vorschuss zu leisten. Klebanow betonte jedoch nun, der Vertrag mit dem Konsortium sei nicht an finanziellen Fragen gescheitert.

Vergangene Woche hatte Klebanow mitgeteilt, Moskau werde die Kosten der Bergung in vollem Umfang übernehmen. Die Bergung des Wracks soll umgerechnet rund 1,240 Mrd. S (90,1 Mill. Euro) kosten.

Die "Kursk" war am 12. August in der Barentssee gesunken. Dabei waren alle 118 Seeleute an Bord ums Leben gekommen. Bisher wurden erst zwölf Leichen geborgen. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin ungeklärt.(APA)

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