Kärntner Kulturszene: Kahlschlag und Demotivation

23. Mai 2001, 15:38
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Umfrage und Zahlen veröffentlicht

Klagenfurt - Eine Umfrage unter Kärntner Kulturinitiativen zur Fördersituation bringt alarmierende Zahlen zutage: Von 47 befragten Vereinen haben für das Jahr 2001 nur fünf eine konkrete Förderzusage vom Land Kärnten erhalten. Drei Initiativen haben immerhin eine Absage erhalten und 20 wissen bis heute nicht, ob ja oder nein, denn die Antwort auf ihr Förderansuchen blieb unbeantwortet.

Unterstützt von diesen Zahlen, kritisiert die IG KIKK den Kahlschlag in der Kärntner Kulturszene. Mit Plakaten und Klebern will man darauf aufmerksam machen. "Kahlschlag ist unser Job", unterstellt die Interessengemeinschaft dem Landeskulturreferenten Jörg Haider und dem Kulturstadtrat von Klagenfurt, Walter Gassner. Mit der Aktion erhalten die beiden gleich neue Titel verliehen: "Der Oberförster und sein Knecht".

Die Umfrage-Ergebnisse legte die Obfrau der "Interessensgemeinschaft Kärntner Ininitiativen für Kunst und Kultur" ( IG KIKK), Angelika Hödl, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor. Nur 60 Prozent der Vereine hätten überhaupt einen Antrag bei der Landesregierung gestellt.

In der Landeshauptstadt Klagenfurt sei die Situation ähnlich. Von 20 Initiativen erhielten immerhin sieben eine Zusage, zwei wurden abgelehnt und zwei massiv gekürzt. "Viele Vereine werden ehrenamtlich geführt", erklärte Hödl, warum manche bei der Befragung auch angaben, dass sie in Hinblick auf die geringe Fördersumme und den hohen administrativen Aufwand, gar keine Förderungen mehr beantragen. (APA)

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