Ski nordisch: Finnische Langläufer waren auf Wunsch der Trainer gedopt

23. Mai 2001, 15:07
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Dem Verband droht die Streichung der Subventionen

Helsinki - Die sechs finnischen Langläufer, die bei der Heim-WM im Februar in Lahti des Dopings überführt worden sind, hatten die unerlaubten Substanzen auf Anordnung der Trainer und im Wissen des Teamarztes und des finnischen Verbandes (FSA) eingenommen. Diese Erkenntnisse stehen in einem Untersuchungsbericht, welcher der finnischen Regierung am Mittwoch vorgelegt wurde.

Nach den offiziellen Untersuchungsergebnissen hatten die sechs Langläufer, unter ihnen Harri Kirvesniemi und der vierfache Weltmeister Mika Myllylä, versucht, die Einnahme von EPO mit dem verbotenen Produkt Hemohes zu vertuschen. Dies sei auf Befehl ihres Trainers geschehen.

Der finnische Teamarzt Juha-Pekka Turpeinen, der im Februar zurücktreten musste, habe ebenso von den Dopingfällen gewusst wie der finnische Verband, beide hätten aber nichts dagegen unternommen. Die Autoren des Untersuchungsberichts legten der finnischen Regierung nahe, die jährliche Subvention von rund 2,43 Millionen Schilling für die FSA zu streichen. (APA/AFP)

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