Bush wegen millionenschwere Spenden-Gala kritisiert

23. Mai 2001, 22:23
posten

Haben lediglich "Danke" an Spender gesagt

Washington - US-Präsident George W. Bush ist nach einer Spendengala, die Rekordeinnahmen von knapp 24 Millionen Dollar (27,6 Mill. Euro/380 Mill. S) brachte, und mehreren anderen Spendenaktionen unter Beschuss geraten. Die Republikanische Partei hatte am Dienstagabend (Ortszeit) mit Bush als Hauptredner 3.000 Parteispender geladen. Der Mindestpreis für einen Platz am Dinnertisch betrug 1.500 Dollar.

Am Vorabend hatte Vizepräsident Dick Cheney in seiner Residenz 400 der größten Spender der Republikanischen Partei eingeladen. Die meisten Gäste hatten die Republikaner in der Vergangenheit mit mindestens 100.000 Dollar unterstützt.

Kritiker warfen den Republikanern vor, genau das zu machen, was sie Präsident Bill Clinton und seinem Vize Al Gore immer vorgeworfen hatten. Präsidentensprecher Ari Fleischer wies diese Anschuldigung zurück. Der Unterschied sei so deutlich wie "Tag und Nacht". Die Clinton-Regierung habe potenzielle Spender ins Weiße Haus geladen, um sie zum Spenden zu überreden. Im Fall des Cheney-Empfangs sei es dagegen lediglich darum gegangen, "vielen Dank" zu sagen. (APA/dpa)

Share if you care.