Jeder zweite Konsument beklagt schlechte Internetverbindung

23. Mai 2001, 13:34
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Konsumentschützer: 71 Prozent bemängeln Erreichbarkeit des Supports

Wien - Fast jeder zweite der 2,6 Mill. Österreicher, die das Internet nutzen, klagt über Schwierigkeiten mit dem Provider. Was die Werbung verspreche, nämlich dass das Internet "einfach, schnell und billig" sei, lasse sich aus der Praxis nicht ableiten, erklärte der Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), Roman Spitalsky, am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

In einer Umfrage hat der VKI erhoben, dass nur 30 Prozent aller Kunden mit ihrem Internetanbieter vollends zufrieden sind. 21 Prozent beurteilen ihren Betreiber mit dem Prädikat "gut". Der Rest ist mit seinem Provider wenig oder gar nicht zufrieden.

Hauptkritikpunkt der Konsumenten ist laut VKI der schlechte Support. 71 Prozent aller Internetkunden bemängeln dessen schlechte Erreichbarkeit, 65 Prozent dessen Problemlösungskompetenz. Aber auch die Qualität der Verbindung ist unter Beschuss: 46 Prozent beurteilen sie in der Regel als nicht befriedigend oder schlecht.

ISDN-Kunden in der Regel zufrieden

Die meisten Beschwerden zur schlechten Verbindungsqualität kamen von Kabelnutzern. Nutzer normaler Telefonverbindungen kritisieren ihren Provider in erster Linie bezüglich Geschwindigkeit, ADSL-Nutzer üben Kritik am Preis-Leistungsverhältnis. Lediglich ISDN-Kunden sind in der Regel recht zufrieden mit ihrem Anschluss.

Die meisten Beschwerden unter den fünf größten der mittlerweile 180 österreichischen Internetanbietern setzt es es in der Umfrage des VKI für Y-Line mit einer Durchschnittsnote von 3,6 auf einer fünfstufigen Notenskala, gefolgt von Chello (3,0) und A-On (2,5). Die beste Beurteilung erhielt Netway mit einer Durchschnittsnote von 1,9. (APA)

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