Steirische VP fürchtet "vaterlose Gesellschaft"

23. Mai 2001, 13:20
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Und fordert Quote für männliche Volksschullehrer

Graz - Die steirische Volkspartei tritt für die Schaffung einer Quotenregelung in Kindergärten und Volksschulen ein. Und zwar nicht im Sinne der Bevorzugung von Frauen, sondern, im Gegenteil, von Männern: "Bei gleicher Qualifikation sollen männliche Bewerber bevorzugt werden", erklärten am Mittwoch Klubobmann Reinhold Lopatka und Landtagsabgeordnete Hermine Pußwald.

In Kindergärten und Volksschulen fehlten zunehmend die männlichen Erziehenden, viele Kinder hätten alleinerziehende Mütter und somit auch in der Familie keine männliche Bezugsperson, lautet die Argumentation der steirischen Volkspartei. Damit entstehe eine vaterlose Gesellschaft: "Das Fehlen der männlichen Erziehungsaspekte hat bedenkliche Auswirkungen auf das Heranwachsen von Jugendlichen".

Konkret fordert die steirische VP als ersten Schritt eine Drittel-Quote für männliche Grundschullehrer. Auch finanzielle Anreize sollten überlegt werden. Ein diesbezüglicher Antrag werde demnächst in den Landtag eingebracht, verlauteten die Mandatare. (APA)

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