GÖD-Landestag: FSG Burgenland-Mandatare tragen Trauerflor

23. Mai 2001, 11:39
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Sozialdemokraten stellen Führungsanspruch - GÖD-Chef Neugebauer: "Unnötige Auseinandersetzung"

Eisenstadt - Mit einem Trauerflor nehmen Vetreter der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) am heute, Mittwoch, in Trausdorf stattfindenen 14. Landestag der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Burgenland Teil. Die Tagung steht im Zeichen eines Konfliktes zwischen roten und schwarzen Gewerkschaftern: Die FSG, die rechnerisch gegenüber der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) bei Heranziehung aller Wahlergebnisse aus den Sektionen um über 1.000 Stimmen mehr aufweist, im Landesvorstand aber um einen Sitz weniger verfügt als die FCG, will dabei den Führungsanspruch stellen.

"Wir trauern um das Demokratieverständnis", begründete FSG-Fraktionsführer Heinz Kulovits die Aktion. Im Zentrum der Kritik der Sozialdemokraten steht "die Nichtumsetzung von berechtigten Anliegen von Delegierten", so der Fraktionschef. Für den Fall, dass man in der Auseinandersetzung um den Vorsitz nicht Recht erhalten sollte, will die FSG den ordentlichen Rechtsweg beschreiten. Bereits Mitte Dezember des Vorjahres wurde in die Angelegenheit ein internes Schiedsgericht der GÖD eingeschaltet, bisher liege aber noch kein Ergebnis vor.

GÖD-Chef Chef Fritz Neugebauer, der an der Tagung in Trausdorf ebenfalls teilnahm, bezeichnete den Konflikt als "unnötige Auseinandersetzung". Die Delegierung in die gewerkschaftlichen Organe erfolge für den Landestag nach dem selben Muster wie für den ÖGB-Bundeskongress, "das muss nicht punktgenau mit Stimmen und Mandaten eines fiktiven Gesamtwahlergebnisses zusammenhängen", so der Gewerkschaftschef. Im Landesvorstand der GÖD Burgenland verfügt die FCG derzeit über neun Sitze, die FSG entsendet acht Vertreter. (APA)

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