Pizza-Lieferung ins All

23. Mai 2001, 12:00
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Russischer Progress-Transporter hat an der ISS angedockt

Moskau/New York - Die Astronauten an Bord der internationalen Raumstation ISS können jetzt Pizza essen: Ein unbemannter russischer Progress-Transporter hat die Pizzen und weitere Versorgungsgüter am Mittwoch planmäßig im Orbit abgeliefert. Der russische ISS-Kommandant Juri Usatschew überwachte das automatische Andockmanöver um 2.23 Uhr MESZ, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit.

Es war geplant, die Pizza in der Mikrowelle der ISS-Bordküche aufzuwärmen. Bezahlen mussten die Astronauten ihren Lieferanten allerdings nicht: Im Gegenteil, die US-Restaurantkette Pizza Hut überwies der russischen Raumfahrtbehörde Rosawiakosmos eine Million US-Dollar für den Werbegag. So konnte sich die Firma am Dienstag in New York damit brüsten, den ersten "Pizzalieferservice" im Weltraum aufgezogen zu haben. Außer mit Käse und Tomaten war das Pizzastück mit Salami belegt, die nach Angaben von Experten die Vakuumverpackung besser verträgt als Pfefferoni.

Der Raumfrachter Progress M1-6 versorgt Usatschew und die US-Astronauten Susan Helms und James Voss, die seit Anfang März auf der ISS arbeiten, mit Sauerstoff, Wasser und frischem Essen. Auch frische Unterwäsche hatte die Progress an Bord. Der Transporter mit 2,5 Tonnen Nutzlast war am Montag mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet.

Im Oktober soll der italienische Astronaut Roberto mit einer russischen Sojus-Kapsel zur ISS fliegen. Darauf hätten sich die Europäische Weltraumagentur ESA und Rosawiakosmos geeinigt, meldete die Agentur Itar-Tass unter Berufung auf italienische Presseberichte. (APA/dpa)

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