Französische Postkarten-Aktion gegen US-Präsident Bush

23. Mai 2001, 17:17
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Europaparlamentarier protestieren gegen seine politische Linie

Paris - Der französiche Europaparlamentarier Bernard Poignant (PS) hat eine Postkarten-Aktion gestartet, um gegen eine Reihe von Entscheidungen des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush zu protestieren. Laut Poignant wurden sechs vom französischen Grafiker Alain Le Quernec illustrierte Postkarten mit kurzen Texten an das Weiße Haus gesendet.

Die in 12.000 Exemplaren gedruckten Postkarten protestieren u. a. gegen die Einstellung der Subventionen zu Gunsten humanitärer Organisationen, welche die Abtreibung zulassen, gegen die Todesstrafe in gewissen US-Bundesstaaten, gegen die Herstellung von Minen und gegen die amerikanische Haltung in Umweltfragen.

"Wir haben diese Kampagne aus Freundschaft mit dem amerikanischen Volk gestartet. Die Entscheidungen seiner Regierung betreffen die ganze Welt, und wir halten uns für berechtigt, darüber zu diskutieren. Die Globalisierung ist nicht eine Finanzangelegenheit, sondern eine Frage der Demokratie", erklärte Poignant die Initiative. Er wird von drei weiteren linken Europaparlamentariern unterstützt, nämlich Danielle Auroi, Olivier Duhamel und Fode Sylla, Präsident des internationalen Dachverbandes der Menschenrechtsorganisation "SOS Racisme". (APA)

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