Bankenrunde : Kreditlinien offen

22. Mai 2001, 20:47
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Sanierungskonzept von Roland Berger präsentiert - Banker: Kein Interesse, dass Firma in Insolvenz schlittert

Wien - In einer kurzfristig einberufenen Beratungsrunde zwischen Eigentümervertretern und Kreditgebern des mit hohen Verlusten und Milliardenschulden kämpfenden Libro-Konzerns wurde am Dienstag Abend die weitere Vorgangsweise abgesteckt. "Die Kreditlinien sind offen", betonte ein Banker nach der Sitzung gegenüber der APA. "Keine der Banken hat Interesse daran, dass die Firma in irgendeiner Weise in Ausgleich oder Konkurs geht".

Präsentiert wurde den Gläubigerbanken unter anderem das von Roland Berger erstellte Sanierungskonzept für den börsenotierten österreichischen Buch- und Medienhandelskonzern. Bekräftigt wurde von Eigentümerseite der kurzfristige Finanzbedarf über 300 Mill. S (21,8 Mill. Euro) für das laufende Geschäft. Für diesen aktuellen Liquiditätsbedarf haben nach Bankenangaben die Libro-Eigentümer Kapital einzuschießen oder neue Geldgeber aufzutreiben. (APA)

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