Deutsche RWE erwirbt Kelag-Anteile

23. Mai 2001, 17:24
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Steirische EStAG und Verbund hatten das Nachsehen - Kaufpreis 4,183 Milliarden Schilling - RWE strebt mittelfristig Mehrheit bei der Kelag an

Klagenfurt - Die seit Wochen mit Spannung erwartete Entscheidung über den Verkauf von Landesanteilen der Kärntner Elektrizitäts AG (Kelag) ist Dienstag Abend in der Landesregierung über die Bühne gegangen. Demnach wird der deutsche RWE-Konzern 49 Prozent der Kärntner Energie Holding (KEH) und damit rund ein Drittel der Kelag-Anteile erwerben. Der Kaufpreis beträgt 4,183 Mrd. S (304 Mill. Euro).

Der RWE-Konzern, respektive die 100-Prozent-Tochter RWE Plus, setzte sich damit gegen die beiden Mitbewerber, die steirische EStAG sowie den Verbundkonzern durch. EStAG habe laut Landeshauptmann Jörg Haider lediglich 3,89 Mrd. S geboten, der Verbund hätte hingegen entgegen den Ausschreibungsrichtlinien 51 Prozent an der Kärntner Energie Holding erwerben wollen. Sein Angebot habe auf 4,5 Mrd. S gelautet.

"Sobald sich die Gesetzeslage in Österreich ändert"

Der RWE-Konzern strebt beim Kärntner Versorger mittelfristig eine Mehrheitsposition an. Die jetzt vereinbarte Beteiligung sehe man als ersten Schritt, sagte eine Sprecherin am Mittwoch zur deutschen Wirtschaftsagentur vwd. Sobald sich die Gesetzeslage in Österreich ändere und eine Übernahme möglich sei, wolle sich RWE um einen weiteren Ausbau der Beteiligung bemühen. (APA)

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