Brauchen Sie auch Ihre tägliche Dosis gepflegte Elektronik?

22. Mai 2001, 19:24
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Hier kommt das Medikament: To Rococo Rot

Kitty-Yo ist das Label, auf dem sich der Rock der Elektronik vermählt und fortan den Familiennamen "Post-Rock" trägt. Ein gänzlich nichtssagender Begriff (jaja, "Auflösung der Strukturen" usw.), aber in Ermangelung eines besseren beschreibt er immerhin das Spektrum, in dem sich alle der Label-Bands bewegen. Die einen eben näher am Rock-Ende (Surrogat, in der Gitarrenpop-Variante auch die großartigen Go Plus), die anderen am Elektro-Auslass.

An diesem Ende sitzen auch To Rococo Rot. Sie mischen zwar Elektronisches mit Akustischem und rufen damit fast zwangsläufig Assoziationen an Tortoise oder Trans Am hervor, doch überwiegen in Summe die elekronischen Klänge. Ruhig sind sie und ausgesprochen gepflegt - fast unauffällig eigentlich, ohne das charakteristische Blubbern und Sirren etwa von Mouse on Mars und weniger orchestral als Kreidler. Auch wenn Band-Drittel Stefan Schneider Teil von Kreidler ist.

Schneider betreibt das Projekt To Rococo Rot gemeinsam mit den Lippok-Brüdern Robert & Ronald (bekannt und beliebt bei uns durch die Beteiligung an den wavejazzeldnen 80er-Archäologen Tarwater) seit 1994. "Music is a hungry Ghost" heißt ihr aktuelles Album mit einigen soundmäßigen Neuakzentuierungen - und DJ I-Sound, der daran nicht unwesentlich betieligt war, kommt zum Konzert in Wien gleich mitgereist. (red)

To Rococo Rot spielen live im B 72 am Mittwoch, dem 23. 5. ab 21 Uhr (das heißt: es könnte durchaus schon um halb elf losgehen)

Support: I-Sound

To Rococo Rot auf Kitty-Yo
  • Artikelbild
    foto: kitty-yo
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