Rapid zieht Protest zurück

22. Mai 2001, 18:01
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Wiener wollen das Ende der Meisterschaft nicht weiter hinauszögern

Wien - Der SK Rapid will das Ende der max.Bundesliga- Meisterschaft nicht weiter hinauszögern und hat sich deshalb entschlossen, den Protest in der "Causa SK Rapid - GAK" zurückzuziehen. Das Ergebnis (1:1) vom 14. April war schon vom Senat eins und Protestkomitee der Bundesliga bestätigt worden. Als dritte Instanz wäre das "Ständige neutrale Schiedsgericht" zuständig gewesen.

Die Vorgeschichte: Roman Wallner hatte in der 45. Minute nach Pass von Savicevic das vermeintliche 1:0 für Rapid geschossen, allerdings war in diese Aktion ein von allen deutlich vernehmbarer Pfiff ertönt, den vor allem die Grazer fälschlich aus dem Pfeiferl von Schiedsrichter Thomas Steiner kommend glaubten und daher in das Geschehen nicht mehr eingriffen. Aber nicht der Referee hatte gepfiffen, sondern ein Zuschauer. Der von den Grazern darauf hin bestürmte Steiner gab zunächst das Tor, schickte die übermäßig aufgeregten Akteure aber in die Kabinen.

Nach 33 Minuten Pause (der Referee hatte sich inzwischen bei prominenten Kollegen kundig gemacht) setzte der während der ganzen Aktion erstaunlich ruhig, freundlich und gelassen gebliebene Steiner die Partie mit einem Schiedsrichterball beim Stande von 0:0 fort, ließ aber gleich darauf die Seiten wechseln. Der Niederösterreicher leitete die Partie, die schließlich 1:1 endete, auch souverän zu Ende, was Rapid aber nicht daran hinderte, einen Protest einzubringen.

Der SK Rapid fühlt sich trotzdem im Recht und ist überzeugt, dass das Match neu hätte ausgetragen werden müssen. "Zu bedenken ist, dass sogar ein Spiel wie SW Bregenz gegen FK Austria, bei dem kein Regelverstoß vorgefallen war, wiederholt wurde. Die Begegnung SK Rapid - GAK hätte in diesem Lichte und unter Berücksichtigung aller sachlichen Umstände auf alle Fälle neu ausgetragen werden müssen", hieß es u.a. in einer Aussendung des Vizemeister.(APA)

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