OSZE fordert scharfe Trennung Regierung-Medien

22. Mai 2001, 15:49
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Medienbeauftragter Duve: Gefahr besteht, dass Gewaltenteilung nicht mehr funktioniert

Aachen - Der Medienbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE/Wien), Freimut Duve, hat an die italienische Regierung appelliert, für eine saubere Trennung zwischen Regierung und Medien zu sorgen. Nach dem Wahlsieg des italienischen Medienunternehmers Silvio Berlusconi bestehe die Gefahr, dass die Gewaltenteilung in einem der wichtigsten EU-Staaten nicht mehr funktioniere, sagte Duve am Dienstag beim "Europaforum der Medien" in Aachen. Bereits kurz nach der Wahl hatten Kritiker Berlusconi im eigenen Land vorgeworfen, der Besitz dreier privater TV-Kanäle lasse sich nicht mit dem Amt des Regierungschefs vereinbaren.

Beim "Europaforum der Medien" von der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt, dem Europäischem Medieninstitut und der Stadt Aachen diskutieren Fachleute bis Mittwoch über "Das Bild Europas in den Medien". Höhepunkt des Forums ist die Verleihung "Medaille Charlemagne pour des Medias Europeens" an den niederländischen Schriftsteller Cees Noteboom, wie die Veranstalter mitteilten. Mit der Karlsmedaille werden einen Tag vor der Karlspreisverleihung Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Medien um den Einigungsprozess verdient gemacht haben. (APA/dpa)

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