Prammer: Kindergeld-Modell noch nicht abgeschlossen

22. Mai 2001, 15:55
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Flexibles Karenzgeld und Sicherung des Kündigungsschutzes wichtiger

Wien - Nach Ansicht von SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Barbara Prammer gibt es beim Kindergeld noch anderes zu überdenken als die von Minister Haupt thematisierten Zuverdienstgrenzen. Vor allem solle es den Regierungsvertretern zu denken geben, "dass außer den eigenen Fraktionen keine Interessenvertretung diesen Entwurf uneingeschränkt gutgeheißen hat", meinte Prammer.

Frauen zurück an den Herd-Modell

"Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Regierung bei ihren Vorhaben danach trachtet, entgegen den Wünschen und Bedürfnissen von jungen Frauen ein konservatives Weltbild zu installieren. Das Kindergeld ist hier nur ein weiterer Puzzlestein in dem Gesamtwerk, das da heißt: Frauen zurück an den Herd", sagte Prammer. "Was Frauen wirklich brauchen, ist ein flexibles Karenzrecht, das auch Sicherheit durch Einkommensäquivalenz beinhaltet", erklärte Prammer. Das sei aber mit einem "Taschengeld-Modell, das die Väterkarenz einschränkt und Frauen aus der Sicherheit des Kündigungsschutzes in die ungewollt dauernde Nicht-Erwerbstätigkeit lockt, unmöglich." (APA)

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