Berliner Love Parade wird nicht als Demonstration anerkannt

22. Mai 2001, 15:36
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Veranstalter müssen die Kosten für die Reinigung danach übernehmen

Berlin - Der Konflikt um die Love Parade in Berlin hat sich weiter zugespitzt. Wie ein Senatssprecher am Dienstag sagte, wird das weltweit größte Techno-Spektakel in diesem Jahr erstmals nicht als politische Demonstration anerkannt.

Innensenator Eckart Werthebach (CDU) werde diesen Entschluss noch am Dienstag dem Veranstalter Planetcom mitteilen, sagte der stellvertretende Senatssprecher Helmut Lölhöffel. Er rechne damit, dass die Love Parade-Veranstalter dann eine Sondernutzung für die Techno-Party beantragen werden, so dass der Rave doch noch am 21. Juli stattfinden kann.

Die Planetcom hatte angekündigt auch im Falle einer Sondernutzung für das Jahr 2001 vor Gericht klären zu lassen, ob die Love Parade künftig als politische Demonstration oder kommerzielle Veranstaltung eingestuft wird. Bisher war die Technoparty stets als Demonstration anerkannt worden, und die Stadt hatte die Kosten unter anderem für die Müllentsorgung übernommen.

Wird die Love Parade nun mit einer Sondernutzungsgenehmigung für das Straßenland gefeiert, kommen geschätzte Kosten zwischen 100.000 und einer Million Mark (51.129 Euro/703.553 S bis 511.292 Euro/7,04 Mill. S) auf die Planetcom zu. Der Senat hatte jedoch bereits angekündigt, sich an den Kosten zu beteiligen. (APA/dpa)

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