EU-Kulturminister bekräftigen Bekenntnis zu öffentlichem Fernsehen

22. Mai 2001, 15:16
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Informelles Treffen im Zeichen von Mediendebatte und Osterweiterung

Der Erhalt von freien, unabhängigen öffentlichen Radio- und Fernsehsendern sei wichtig, bekräftigten die Kulturminister der EU bei ihrem informellen Treffen im schwedischen Falun. Staatsssekretär Franz Morak (V) betonte aus diesem Anlass, dass die Vielfalt ein zentrales Element der öffentlich-rechtlichen Sender sei. In kleinen Märkten wie in Österreich könne ein solcher Sender ohne Werbeeinnahmen nicht überleben.

Insgesamt sei der Fernsehsektor wichtig für Demokratie und kulturelle Vielfalt, fasste der schwedische EU-Vorsitz in einer Aussendung zusammen. Es könnten nicht alle Werte durch Marktkräfte verteidigt werden. Zugleich müsse es aber einen klaren Auftrag für öffentlich-rechtliche Sender geben, wobei zugleich die Unabhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Interessensgruppen gewährleistet werden müsse, so die schwedische Ministerin und amtierende Ratsvorsitzende Marita Ulvskog. Mehrere Delegationen hätten aber auf Risiken durch die Konzentration im Mediensektor hingewiesen.

Die Mitgliedsländer sprachen sich bei ihrem Treffen, das stark im Zeichen der Osterweiterung stand, auch für den weiteren Erfahrungsaustausch im Bereich Kultur und Medien aus. Die Kandidatenländer sollten rasch in einschlägige EU-Programme eingebunden werden.

Die Minister waren sich weiters zwar einig, dass Werbung für Kinder ein spezielles Problem darstelle. Vorgaben wie damit umzugehen sei wurden aber keine beschlossen. (APA)

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