"TA-Emission für Breitenpublikum verfehlt"

23. Mai 2001, 09:43
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Anlegervertreter Rasinger: Als Turnaround-Kandidat besser für institutionelle Investoren geeignet

Wien - Der Börsengang der Telekom Austria (TA) war aus heutiger Sicht als "Emission für ein breites Publikum" verfehlt, bekräftigte der Präsident des Interessensverbands der Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, seine frühere Kritik anlässlich einer Podiumsdiskussion am Montagabend. Für eine solche Platzierung in der breiten Anlegerschaft bedürfe es guter fundamentaler Daten und bereits vorhandener Dividendenrenditen, beides hätte im Fall der Telekom Austria gefehlt.

Es war zum damaligen Zeitpunkt nicht abzuschätzen, wie tief das Unternehmen in den Turnaround-Prozess verstrickt gewesen war. Als typischer Turnaround-Kandidat war die Telekom Austria zwar für einen Börsengang, hier aber vor allem für institutionelle Investoren geeignet. Für eine breite Streuung sei die Aktie jedoch ungeeignet. Als problematisch stuft Rasinger auch die Libro-Beteiligung ein.

Für die Aktie hätte jedoch die damals am Markt bestehende Kursfantasie für Telekom-Werte und der Bekanntheitsgrad der Marke gesprochen, räumt Rasinger ein. Zudem hätten sich ohne eine Privatisierung wohl notwendige Restrukturierungsmaßnahmen länger hingezogen. Kleinanlegern rät Rasinger jedenfalls "nicht nervös zu werden". (APA)

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