EU-Kommission genehmigt Joint-Venture von ORF und Netway

22. Mai 2001, 13:55
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"Ausreichend Wettbewerb im Bereich der österreichischen Internet-Medien"

Die Europäische Kommission hat die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Adworx zwischen dem ORF und dem Internet-Provider Netway genehmigt, hieß es am Dienstag in Brüssel seitens der Kommission. Die Wettbewerbshüter kamen zum Entschluss, dass ORF-ON zwar eine "starke Stellung auf dem österreichischen Markt der Internet-Werbung" innehabe, dass aber keine beherrschende Stellung auf diesem Markt entstehen werde, da es im Bereich der österreichischen Internetmedien genügend Wettbewerb gebe.

Angekündigt im März

Die geplante Kooperation war im März des Jahres angekündigt worden. Als Gesellschafter von Adworx sind demnach die Netway Communications AG, eine 100-prozentigeTochtergesellschaft der UTA Telekom AG, und der ORF zu je 47,5 Prozent beteiligt. Weitere fünf Prozent hält die Raiffeisen-Medienbeteiligungstochter Medicur-Holding GesmbH.

Adworx wird nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel technische und administrative Dienste für die Werbung im Internet erbringen. Bisher habe der ORF die Technik- und Marketingdienste für seine Internet-Webseiten ORF ON an ein außenstehendes Unternehmen vergeben. In Zukunft werde Adworx diese Dienste übernehmen. Die Vermarktung der ORF-Webseiten werde von der ORF-Enterprise durchgeführt, führte die Kommission weiter aus. "Die Frage, in welchem Maße es ORF erlaubt sein wird, im Bereich der Vermarktung von Portalen und Webseiten für Außenstehende tätig zu werden, wird unter anderem vom neuen österreichischen Rundfunkgesetz abhängen, das gegenwärtig überarbeitet wird." (APA)

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