Hack Mirror Attrition.org stellt sein Service ein

22. Mai 2001, 11:08
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Freiwillige Mitarbeiter der Sicherheitsseite sind frustriert

Die Sicherheitsseite Attrition.org stellt ihren Mirror-Dienst ein. Die freiwilligen Mitarbeiter der Non-Profit-Site hatten in den letzten fünf Jahren die Angriffe auf Webseiten verfolgt und dokumentiert. "Was als Hobby begann, hat sich in den letzten Jahren zu einem 24-Stunden-Job entwickelt", schreiben die Mitarbeiter der Seite in ihrem Statement. "Der Mirror wird ab sofort nicht mehr weiter betrieben. Wir haben unsere Zeit abgedient."

Zuviel ubezahlte Arbeit

Der Mirror-Dienst nahm zum Schluss nach Angaben von Attrition jeden Tag mehrere Stunden in Anspruch. Wenn eine Hacking-Gruppe auf einer Webseite ihre Nachricht hinterlässt, dann erhielt die Non-Profit-Seite in der Regel einen Hinweis aus dem Netz. Die Mitarbeiter von Attrition versuchten dann den Angriff zu bestätigen, indem sie selbst die Seite aufriefen und die Nachricht der Hacker in ihrem Archiv abspeicherten. An Spitzentagen registrierte Attrition so über 100 "defaced" Websites, die dreifache Menge aller Vorfälle der Jahre 1995 und 1996 zusammen. Die Seite war allerdings nicht immer unter den Hackern beliebt und war mehrmals Ziel von Denial of Service-Attacken.

Nur mehr Statistiken

Der Stab von Atrition wird in Zukunft nur mehr die Statistiken über die Defacements unterhalten und dazu einen anderen Mirror-Dienst verwenden. Sicherheitsdienstleistungen wie Analysen oder Kommentare über Trends bei Defacements oder Ratschläge in Sicherheitsfragen sollen ebenfalls weiterhin angeboten werden. Auch das Archiv der Seite über Web-Attacken wird weiterhin verfügbar sein. (pte)

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