Taiwans Präsident Chen in USA eingetroffen

22. Mai 2001, 07:13
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Treffen könnte wieder Proteste Chinas auslösen

New York - Der taiwanesische Präsident Chen Shui-bian ist am Montag (Ortszeit) zu einem Besuch in den USA eingetroffen, der die amerikanisch-chinesischen Beziehungen erneut belasten könnte. Während seines als privat bezeichneten zweitägigen Aufenthalts in New York will Chen mit Abgeordneten des US-Kongresses zusammenkommen. Es wurde erwartet, dass ein solches Treffen Proteste Chinas auslösen könnte, das Taiwan als abtrünnige Republik betrachtet.

Beziehungen zwischen den USA und der Volksrepublik sind gespannt

Die Beziehungen zwischen den USA und der Volksrepublik sind wegen der Kollision eines US-Spionageflugzeugs mit einer chinesischen Militärmaschine im April sowie geplanter US-Rüstungslieferungen an Taiwan gespannt.

"Taiwan ist ein souveränes, unabhängiges Land", sagte Chen vor seiner Abreise. Dies müsse der internationalen Gemeinschaft regelmäßig gezeigt werden. Nach den USA will Chen fünf lateinamerikanische Staaten besuchen. Seit der Gründung der Volksrepublik vor mehr als 50 Jahren ist China geteilt. Nach anfänglicher Anerkennung Taiwans als Vertreter ganz Chinas erkannten die USA 1979 den Alleinvertretungsanspruch der Volksrepublik an. (APA)

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