Frauen "erlaufen Sieg leichter"

22. Mai 2001, 10:43
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Gleicher Lohn für gleiche Leistung - ein Motto, das am Sonntag zumindest für 42,195 Kilometer nicht galt

Wien - Gleicher Lohn für gleiche Leistung - ein Motto, das am Sonntag zumindest für 42,195 Kilometer nicht galt. Während der Sieger des Wien-Marathons, Luis Novo, sich über ein Preisgeld in der Höhe von 12.000 € (165.124 S) freuen durfte, erhielt sein weibliches Pendant, die Estin Jane Salumae, nur 8000 Euro. Diese Differenz erklären die Veranstalter damit, dass von den über 11.000 Marathonläufern nur rund 13 Prozent Frauen waren. Daher sei der Sieg leichter zu erlaufen gewesen, sagte Johannes Langer, der sportliche Leiter des Wien-Marathons.

Zum Preisgeld kämen noch fixe Sätze für den ersten (6000 €), den zweiten (3000) und den dritten Platz (2000), die - ebenso wie das Nenngeld - für beide Geschlechter gleich hoch sind, so Langer. Darüber hinaus werde noch ein individueller Zeitbonus berechnet, der die Differenz der gelaufenen Zeit zur Weltbestzeit angeben soll. Diese Prämien würden mit den Sportlern im Vorfeld des Marathons vertraglich geregelt, die Höhe wollte Langer nicht verraten. Sie hätten aber dazu geführt, dass die beste Läuferin beim Wien-Marathon im Vorjahr "mit etwa 80.000 Schilling mehr als der männliche Sieger nach Hause gefahren ist". (Robert Zwickelsdorfer)

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