Blaues Auge für die gelbe Post

21. Mai 2001, 17:02
posten

Im Jahr 2000 die Kurve gerade noch gekratzt

Wien - Die österreichische Post ist im Vorjahr noch mit einem blauen Auge davongekommen. Obwohl durch die Kürzung des Zeitungsversandes rund 300 Millionen Schilling entfallen sind, schaffte der gelbe Riese im Geschäftsjahr 2000 einen Jahresüberschuss von 492 Mio. S (35,76 Mio. €). Dank eines von 139 auf 293 Mio. S verbesserten Finanzergebnisses blieb das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit 532 Mio. S nur 7,2 Prozent unter dem des Vorjahres, sagte Post-Generaldirektor Anton Wais in der Bilanzpressekonferenz am Montag.

Trotz eines guten ersten Quartals 2001, in dem der Umsatz um 212 Mio. S auf 5,34 Mrd. S anstieg, erwartet Wais heuer in der zweiten Jahreshälfte schmerzhafte Einbrüche: "Es sei denn, dem Finanzbereich fällt wieder etwas ein und wir haben wieder ein gutes Ergebnis." Da heuer keine Umsatzexplosion zu erwarten sei - der konsolidierte Umsatz sank im Vorjahr um 0,9 Prozent auf 21,22 Mrd. S -, muss die Rentabilität des Unternehmens dramatisch angehoben werden. Denn im internationalen Vergleich gehört die Post AG zu den Schlusslichtern sowohl bei der Personalproduktivität als auch bei der Ertragskraft (Ebit-Marge). Nach dem Vorbild des britischen Post Offices will Wais den Umsatz pro Mitarbeiter von derzeit 50.000 auf 60.000 Euro anheben. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 5. 2001)

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