Radiolizenzen: Beiräte fragen nach Treuhändern

21. Mai 2001, 20:27
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Hearings beginnen am Dienstag

Wien - Nicht abgeschlossen hat der Beirat der Medienbehörde KommAustria seine Beratungen über die neu zu vergebenden 23 Radiolizenzen und die entsprechenden Bewerber. Dem Chef der Medienbehörde, Hans Peter Lehofer, hat man aber "Fragen" für die heute, Dienstag, beginnenden Hearings mitgegeben.

Fragen soll Lehofer laut Beiratsmitglied und FP-Medienexperten Kurt Lukasek insbesondere "nach Treuhandverhältnissen und dergleichen". Nähere Angaben wollte Lukasek dazu zunächst nicht machen.

Wie berichtet geht es unter anderem um den Einfluss der Krone etwa auf das Wiener Lokalradio 92.9, das der von ihr gegründeten Kurzwelle Privatstiftung gehört, sowie um Beteiligungen von Krone-Managern und -Journalisten an verschiedenen Privatradios. Über die Magazinehe Kurier/ News gibt es zudem Verbindungen zur Antenne Wien.

Unmittelbar nach den Hearings tagt der Beirat am 1. Juni wieder. Seine Empfehlungen sollen auch im Internet veröffentlicht werden.

Publizistik fördern

Der nächste Beirat ließ Montag nicht lange auf sich warten: Am Nachmittag diskutierte jener für die Publizistikförderung. Erst Ende 2000 entschied das Landesgericht Wien, dass einer Zeitschrift für Wehrdienstverweigerung 1996 auf VP-Drängen willkürlich die Förderung verweigert wurde. Erfülle ein Bewerber die sachlichen Voraussetzungen, gebe es "direkten Leistungsanspruch". (fid - DER STANDARD, 22.5.2001)

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