Gedenken an Ermordung Rajiv Gandhis

21. Mai 2001, 16:20
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Tamilin ermordete 1991 indischen Regierungschef und 16 weitere Menschen

Neu Delhi - Zehn Jahre nach dem tödlichen Bombenattentat hat Indien am Montag des früheren Regierungschefs Rajiv Gandhi gedacht. Seine Witwe, die aus Italien stammende Oppositionsführerin Sonia Gandhi, betete an der Verbrennungs- und Gedenkstätte für Rajiv Gandhi in Neu Delhi. Auch Präsident Kocheril Raman Narayanan und viele andere Politiker legten Blumen nieder.

Gandhi war am 21. Mai 1991 während des Wahlkampfs in Sriperumbudur im Süden des Landes von einer tamilischen Selbstmordattentäterin ermordet worden. Die Frau hatte sich während einer Wahlveranstaltung dem Ex-Premier in scheinbarer Demut genähert und dann eine Bombe gezündet. Außer ihr und Gandhi starben 16 weitere Menschen.

Rajiv Gandhi war der Enkel von Jawaharlal Nehru, dem ersten Regierungschef im unabhängigen Indien, und der Sohn von Indira Gandhi, die ebenfalls die Kongresspartei führte und Indien regierte. Nach dem Mord an Indira Gandhi war Rajiv 1985 im Alter von 40 Jahren Ministerpräsident geworden. 1989 wurde er abgewählt, hatte aber 1991 gute Chancen auf ein Comeback. Sympathisanten der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" in Sri Lanka trachteten ihm nach dem Leben, weil Gandhi 1987 Truppen in den benachbarten Inselstaat geschickt hatte. (APA/dpa)

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