Gaugg ein Fall für den FP-Volksanwalt?

22. Mai 2001, 14:10
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Noch-Sozialsprecher nicht abgeneigt - FP-Pressedienst: Kein Kandidat

Wien - Die Freiheitlichen werden morgen, Dienstag, ihren Kandidaten für die Volksanwaltschaft bekannt geben. Zuletzt im Gespräch war FPÖ-Sozialsprecher Reinhart Gaugg (47). FP-intern hieß es dazu, Gaugg habe "hohe soziale Kompetenz", Einblick in die Materie und eine "hohe Durchschlagskraft".

Dass sich der FP-Sozialsprecher immer wieder lautstark - auch gegen die eigene Partei - zu Wort gemeldet hat, passt demnach ins Bild: "Man muss auch laut sein, wenn man Volksanwalt ist", hieß es. Gaugg selbst wollte dazu keinen Kommentar abgeben, was allerdings nicht bedeute, dass ihn der Posten des Volksanwaltes nicht interessieren würde, so Gaugg.

Der freiheitliche Pressedienst meldete jedoch in einer sehr knappen Aussendung zu dieser Causa, dass Sozialsprecher Reinhart Gaugg nicht Volksanwaltschafts-Kandidat der FPÖ sei.

Die Nominierung des FPÖ-Kandidaten erfolgt morgen in einer Klubsitzung. Anschließend (um 14 Uhr) werden Parteichefin Susanne Riess-Passer und Klubobmann Peter Westenthaler den Kandidaten in einer Pressekonferenz präsentieren.

KollegInnen in spe

Die SPÖ hat den geschäftsführenden Klubobmann Peter Kostelka für die Volksanwaltschaft nominiert. Die ÖVP-Kandidatin für diese Funktion, die Abgeordnete Rosemarie Bauer, wird ebenfalls morgen in einer Sitzung des ÖVP-Klubs formell bestätigt und anschließend (um 17 Uhr) mit Klubobmann Andreas Khol in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Der Hauptausschuss des Nationalrates wird dann am Mittwoch dieser Woche den Wahlvorschlag erstellen. Die Wahl im Plenum des Nationalrates ist Anfang Juni vorgesehen. Die sechsjährige Amtsperiode der drei neuen Volksanwälte beginnt am 1. Juli. (APA/red)

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