Grüne machen gegen Sturm-Boss Kartnig mobil

23. Mai 2001, 17:23
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Dessen "rassistische Aussagen" werden nicht länger geduldet

Graz - Die Grünen üben an Sturm-Präsident Hannes Kartnig wegen dessen wiederholten "rassistischen Aussagen" massive Kritik. Im Zusammenhang mit einer neuerlichen Aussage über den Iraner Mehrdad Minavand - "Er kommt weg. Wenn ein Perser, dann nur noch ein Teppich" - vom vergangenen Wochenende kündigte Landtagsabgeordneter Peter Hagenauer am Montag an, den ÖFB und die Bundesliga schriftlich dazu aufzufordern, die Äußerungen zu verurteilen und Schritte gegen Kartnig zu ergreifen. Schon vor einigen Monaten war der Sturm-Boss aufgefallen als er im Anschluß an die Champions League-Begegnung zwischen Manchester United und Sturm Graz in einem Fernseh-Interview verlauten liess, Manchester wäre "keine Negermannschaft".

"Die Aussagen Kartnigs sind keine Ausrutscher, sondern haben Methode", begründete Hagenauer in einer Aussendung seine Maßnahme. Dem Sturm-Präsidenten, der selbst überlegt, in die Kommunalpolitik einzusteigen, wolle mit allen Mitteln in den Medien vorkommen und habe nichts anderes zu bieten, "als auf Kosten von Menschen zu agieren, ob er gegen Minderheiten zu Felde zieht, von Negermannschaften spricht oder nun gegenüber Herrn Minavand entgleist".

International werde das Thema Rassismus im Fußball mittlerweile sehr ernst genommen, auch in Österreich gebe es mit der Aktion "fairplay" eine von der Europäischen Kommission unterstützte Initiative. "Kartnig marschiert mit seiner alltagsrassistischen und populistischen Grundstimmung in die Gegenrichtung, und es ist an der Zeit, dass sein Verhalten verurteilt wird", erklärte Hagenauer. (APA)

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