Cuper und das Trauma

21. Mai 2001, 14:47
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Nach zwei verlorenen Endspielen in Serie soll für den Valencia-Trainer diesmal die Sonne scheinen

Madrid - Hector Cuper und die Endspiele. Vor zwei Jahren unterlag der Argentinier mit Real Mallorca im letzten Cup-Sieger-Endspiel gegen Lazio Rom, im Vorjahr gab es gegen Real Madrid im Finale der Meisterliga eine 0:3-Schlappe mit Valencia. "Dieses Mal muss es einfach klappen", beschwört Cuper sein Team. "Dieses Mal" ist die Partie gegen die Münchner Bayern (eine nicht gerade vom Pech verfolgte Mannschaft) am Mittwoch in Mailand.

"Damals haben wir viel falsch gemach. Wir wollten etwas feiern, was wir noch nicht gewonnen haben", erinnert sich der Trainer. "Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass wir auch gegen die Bayern verlieren. Aber die Fehler von damals werden wir nicht noch einmal machen." Cuper ließ seine Spieler am Wochenende hinter verschlossenen Türen trainieren, als Mannschaftsquartier suchte er ein abgelegenes Hotel am Comer See 40 Kilometer außerhalb Mailands aus.

Was wird?

Über seine sportliche Zukunft wird unterdessen weiter heftig spekuliert. Spanische Zeitungen berichteten, er werde in der kommenden Saison für ein Netto-Jahresgehalt von umgerechnet fast 42 Millionen Schilling zu Inter Mailand wechseln. Der Erfolgs-Coach selbst überraschte dagegen mit einer anderen Aussage: "Ich sehe mich als Trainer künftig in meiner Heimat Argentinien."

Für das große Duell kann seine Mannschaft auf königliche Unterstützung zählen. Auf der Ehrentribüne wird auch König Juan Carlos I. Valencia die Daumen drücken. Der 63-jährige Monarch, selbst ein begeisterter Sportler, löst damit ein Versprechen ein, das er dem Präsidenten Pedro Cortes lange vor dem Einzug der Mannschaft ins Endspiel gegeben hatte. (APA/dpa/red)

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